Gesetzlich versichert? Drei Monate Wartezeit auf Facharzt-Termine

Wieder einmal hat eine Studie belegt, was wir längst vermutet haben: Kassenpatienten sind nicht die erste Wahl für Ärzte. Eine kürzlich veröffentliche Studie des Instituts für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie der Universität Köln hat herausgefunden, dass gesetzliche Krankenversicherte dreimal länger auf Facharzttermine warten müssen als Privatpatienten. Ein Fakt, der nicht zu leugnen ist - und gegen den doch - erwartungsgemäß - Einspruch erhoben wird. Die politisch gewollten Budgetierung begründet.

Etwas differenzierter - oder diplomatischer ? - äußert sich der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe zu den Studienergebnissen: Zwar werden seiner Ansicht nach Privatversicherte und Kassenpatienten qualitativ gleich behandelt. Allerdings komme es in der Tat zu Wartezeiten für gesetzlich Versicherte, weil oftmals die vorgegebenen Budgets vor Ende des Quartals ausgeschöpft seien.

Wie auch immer man es ausdrückt: Der Fakt bleibt bestehen. Wir haben eine Zwei-Klassen-Medizin. Diskussion hin oder her.

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