Kinder aus einkommensschwachen Familien sterben häufiger an Verletzungsfolgen
Unbeabsichtigte Verletzungen stellen für die Kinder und Jugendlichen in der Europäischen Region der WHO die größte Gefahr dar. Straßenverkehrsunfälle, Ertrinken, Vergiftungen, Verbrennungen und Stürze sind in der Altersgruppe unter 20 Jahren jährlich für insgesamt 42 000 Todesfälle sowie für über 70 Mio. Krankenhauseinweisungen bzw. Einlieferungen in die Notaufnahme verantwortlich. Verletzungen stellen eine erhebliche Belastung nicht nur für die Gesundheitssysteme, sondern auch für andere Bereiche der Gesellschaft dar und können das Einkommen und die Lebensqualität von Familien dauerhaft schwerwiegend beeinträchtigen.
Weltweit sterben jährlich 830 000 Kinder an den Folgen von unbeabsichtigten Verletzungen. „Diese Zahlen verdeutlichen, wie dringend wir handeln müssen, um dieses weitgehend vermeidbare Problem zu bewältigen. Die erfreuliche Botschaft lautet, dass die in einigen Ländern der Region erreichten Erfolge bei der Senkung der Mortalitätsrate von Kindern aufgrund von Verletzungen beweisen, dass die meisten dieser Todesfälle vermieden werden können“, sagt Dr. Marc Danzon, WHO-Regionaldirektor für Europa. „Wenn alle Länder in der Region so handeln würden wie die mit den niedrigsten Mortalitätsraten, könnten fast drei Viertel aller verletzungsbedingten Todesfälle in der Region verhindert und viele Behinderungen abgewendet werden. Diese Zahlen sollten alle Mitgliedstaaten dazu ermutigen, diese vermeidbare Ursache für vorzeitiges Sterben und Leiden zu bekämpfen.“
Zu diesen Ergebnissen kommt der neue Bericht des WHO-Regionbüros für Europa. Er fordert in der Konsequenz verstärkte Maßnahmen zur Verringerung der Verletzungen bei Kindern.
Gesundheits-Blog-Autorin
Thordis Eckhardt
Filed under: Allgemein, Medizin, Prävention, Studien on Dezember 16th, 2008
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