Medikamentenmissbrauch über das Internet

Immer mehr Versandhändler aus dem Internet versprechen echte Schnäppchen beim Medika-
mentenkauf. Die Vorstellung scheint modern und bequem, die Umsetzung jedoch ist höchst fragwürdig. Das Internet wird zunehmend zum Umschlagsplatz für gefälschte Medikamente - Tabletten, Tropfen und Salben enthalten nicht immer das, was der Kunde erwartet.Die unabhängige Organisation European Alliance for Access to Safe Medicines (EAASM) fand bei einer Untersuchung heraus, dass über 60 Prozent der über das Internet bestellten Medikamente gefälscht oder minderwertig sind. Für den Laien sind die oft wirkungslosen oder aufgrund unsicherer Inhaltsstoffe gar gefährlichen Präparate nicht zu erkennen. Sogar verschreibungspflichtige Präparate für schwerwiegende Erkrankungen, wie bei psychischen Krankheiten, sind ohne Probleme und ohne Rezept zu erwerben.

Christian Splett von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände verweist auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes, demnach, ist der Handel mit Medikamenten in Deutschland nur mit einer Erlaubnis gestattet. “Das heißt, dass ein Apotheker ohne diese nicht einmal eine Packung Kopfschmerzmittel an Patienten verschicken dürfte”, erklärt Splett.
Bei der Medikamentenbestellung über das World Wide Web lohnt sich also ein Blick ins Impressum, rät Splett. Dort muss ein Eintrag bei der Landesapothekenkammer vermerkt sein.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass Schnäppchen im medizinischen Bereich zwar erfreulich sind, jedoch zur eigenen Sicherheit gemieden werden sollten!
(mit Material von: gesundheitsnews.imedo.de; Foto: www.lifepr.de / www.phytodoc.de / Bildqquelle: istock)

Gesundheits-Blog-Autorin
Anna Caliebe

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One Response to “Medikamentenmissbrauch über das Internet”

  1. 60% ist doch ein sehr hohe Zahl. Ich wusste dies nicht und werde sicher nicht im Internet Medikamente bestellen.

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