Stammzellen-Gewinnung ohne Krebs bald möglich?
Krebs ist allgemein ein viel diskutiertes Thema. Nicht nur im privaten Haushalt, sondern auch in der Wissenschaft. Bekannt war seit längerem, dass Körperzellen sich zu Stammzellen selbst umprogrammieren können. Um diesen Prozess auszulösen und zu beschleunigen verwendeten Forscher bisher dafür allerdings Viren, die das Krebsrisiko erhöhten, sodass die Zellen für den medizinischen Einsatz am Mensch unbrauchbar waren. Nun gelang es Wissenschaftlern aber, die Zellprogrammierung mit weniger gefährlichen Viren vorzunehmen.
Um Körperzellen in Stammzellen umzuwandeln, schleusen Forscher bestimmte Gene mit Hilfe von Viren in die Zellen ein. Diese Viren bauen jedoch häufig ihre eigenen Gene in das Erbgut der Zellen ein und lösen damit Krebs aus.
In einer neuen Studie an Mäusen, nutzten die Forscher so genannte Adenoviren, die erfolgreich, wenn auch mit geringerer Effizienz als die sonst verwendeten Viren, die Umwandlung von Körperzellen in pluripotente Stammzellen ermöglichen, ohne dass bei den behandelten Mäusen Krebserkrankungen auftraten.
Mit dieser neu errungenen Erfahrung könnte es möglich sein, dass der Wissenschaft die Herstellung von sichereren, patientengeeigneten Zellen gelingt. Allerdings müssen zunächst weitere Experimente die Wirkungen bestätigen.
Gesundheits-Blog-Autorin
Anna Caliebe
Filed under: Allgemein, Medizin, Studien on September 29th, 2008
Leave a Reply