Trinkwasser: eine „strahlende“ Erfrischung?

Wissenschaftler entdeckten überhöhte Uranwerte
Es ging gestern wie ein Ruck durch die Presse: Unser Trinkwasser ist Uran belastet.
In 8.200 Proben aus ganz Deutschland lagen insgesamt 150 Proben über dem Richtwert des Umweltbundesamtes (UBA), der zwischen zehn und 20 Mikrogramm pro Liter festgelegt ist.
(Wohl gemerkt: Der Richtwert ist nicht eindeutig festgelegt.)Die überhöhten Werte wurden vor allem in Baden-Württemberg und Bayern gemessen: Spitzenwerte von 30 bis 39 Mikrogramm. Betroffen sind in erster Linie der Ort Maroldsweisach in Bayern, Lobenrot im Landkreis Esslingen bei Stuttgart sowie alle vom Wasserwerk Reimershagen im Landkreis Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern versorgten Gemeinden. Das haben aktuelle Recherchen der gemeinnützigen und unabhängigen Organisation „Foodwatch“ herausgefunden.
Uran und seine Verbindungen können in zu hoher Konzentration im Körper zu schweren Nieren- und Leberschäden sowie zu inneren Blutungen führen.
Erschreckend an der ohnehin schon alarmierenden Tatsache ist, dass das Gesundheitsamt in Haßberge bereits seit 2006 schon über den Spitzenwert in Maroldsweisach in Bayern von 39 Mikrogramm pro Liter informiert war. Der Leiter des Landkreises, Jürgen Reimann, sagt: „man sei daran, Lösungsmöglichkeiten zu finden“.
Was ist nun schlimmer? Die Tatsache, dass die Behörden Bescheid wussten – und doch nichts sagten? Oder dass der Richtwert immer noch kein fest existenter ist? Feststeht, dass auf Grund der Recherche von Foodwatch nun das Bundesgesundheits-ministerium sowie die Länder Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt nach jahrelangen Aufforderungen ankündigten, dass ein endgültiger Richtwert eingeführt werden soll.
Die Sozialministerin von Sachsen-Anhalt, Gerlinde Kuppe (SPD), sagte der „Mitteldeutschen Zeitung“: „Sowohl die Verbraucher als auch die Unternehmen wären auf der sicheren Seite, wenn Deutschland den Mut aufbringt, statt eines weichen Grenzwerts einen harten Grenzwert einzuführen.“

Wir geben Ihr da nur Recht und sagen: „Danke Foodwatch“
(mit Material von www.focus.de)

Gesundheits-Blog-Autorin
Anna Caliebe

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